Jury stimmte einstimmig für Künstlerduo "1n0ut"
und ihr Echtzeit-Tanz-Theater-Stück "CPU"

Der heuer zum zweiten Mal vergebene Landespreis für
Medienkunst geht an das Künstlerduo "1n0ut" Robert Praxmarer
und Reinhold Bidner. Die beiden erhalten den Preis für ihr Projekt
"CPU (Central Processing Unit) – Der Prozess. Ein stereoskopisches
Echtzeit-Tanz-Theater-Stück". Das gab Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter
Dr. Othmar Raus heute, Donnerstag, 9. August, bekannt. Der Landespreis
für Medienkunst ist mit 10.000 Euro dotiert und soll die Künstlerinnen
und Künstler bei der konkreten Umsetzung von Projekten unterstützen.
Die Fachjury des Landespreises für Medienkunst, bestehend aus Dr.
Gunter Reisinger (Jury-Vorsitz, Ludwig
Boltzmann Institut Linz), Gerfried Stocker (künstlerische Leitung
Ars Electronica) und Wolfgang
Strauss (ZKM Karlsruhe),
hatte sich einstimmig für "1n0ut" entschieden. In ihrer
Urteilsbegründung befand die Jury das "1n0ut"-Projekt als
"auszeichnungswürdiges Konzept zu medienkünstlerischen
Verbindungen prozesshafter Ansätze in Literatur, Tanz und Computerkunst.
Über die bis zum Systemabsturz verrechnete Multiplikation realräumlicher
Bewegungen dreier Tänzer nähert sich das als performative Inszenierung
eingereichte Stück Franz Kafkas 'Der Prozess'. Die Einbindung serieller
– ebenfalls zunehmend komplexer – musikalischer Muster verstärkt
die von den Künstlern angestrebte immersive Wirkung auf das Publikum".
Lobend erwähnt wurden die Konzepte zu "The Reason why…"
von Barbara Musil (Kunst im öffentlichen Raum) sowie "PICTON"
von Michael Seidl und Katharina Mayrhofer (Audifikation bildlicher Strukturen,
Sound-Installation).